DESCRIPTION
REICH VON REICHENSTEIN
Basel
Schweiz
Wappen:
„In Gold ein schwarzes Eberkopfspeer (Sauenspieß) schräg rechts gestellt.“
- Helm: Gekrönter Helm.
- Helmzier: Ein wachsender goldener Löwe, gekrönt mit derselben Krone.
Heraldische Quellen:
- Wappenbuch der Stadt Basel von B. Meyer Knaus, 1880.
- Armorial d’Europe von J.B. Rietstap (Gouda 1861, 1884, 1887; Berlin 1934, 1937).
- Armorial général von J.B. Rietstap, illustriert von Victor und Henri Rolland (1903–1926). Koloriert von Lionel Sandoz (1993–2002).
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✶ Historisches
Die Familie REICH VON REICHENSTEIN ist eine alte Linie von Ministerialen der Bischöfe von Basel, die seit 1225 als Inhaber des Amtes des Kämmerers des Domkapitels bezeugt ist.
Zuvor dienten ihre Mitglieder als Ministerialen der Herzöge von Meran.
Zwischen 1238 und 1249 übertrug der Bischof von Basel ihnen das Schloss Ober-Birseck oberhalb von Arlesheim als Lehen, das fortan den Namen Reichenstein trug.
Das bereits im 16. Jahrhundert verfallene Schloss blieb bis 1803 im Besitz der Familie.
Im 13. Jahrhundert verlieh der Bischof ihnen ebenfalls das Lehen Brombach im Wiesental, und 1405 erwarben sie Inzlingen oberhalb von Riehen bei Basel.
Die REICH VON REICHENSTEIN besaßen den größten Teil ihres Familienbesitzes im Elsass.
Sie behielten ihren baslerischen Stammsitz bis 1749. Die Familie spaltete sich Mitte des 16. Jahrhunderts in eine Linie Inzlingen (erloschen 1785) und eine Linie Brombach; aus letzterer ging in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts der Zweig Biedertal hervor (erloschen 1795).
Der Freiherrentitel, den sie Ende des 17. Jahrhunderts annahmen, wurde in Frankreich 1773 anerkannt. Die Familie bekleidete zahlreiche Ämter im Dienst der Bischöfe von Basel, der Städte, der österreichischen Fürsten und der Herren des Oberrheins.
✶ Etymologie
Der Name REICH VON REICHENSTEIN verbindet das Element „Reich“, das vom germanischen rīki (mächtig, reich) oder vom lateinischen dives (reich) stammt, mit dem Toponym „von Reichenstein“, das sich auf die Burg Reichenstein („reicher Stein“ oder „mächtiger Fels“) bezieht.
Dieser Ortsname wurde von der Familie angenommen, als sie dieses Lehen von den Bischöfen von Basel um 1238–1249 erhielt, was ihre territoriale und herrschaftliche Verankerung markierte.
Laut den Forschungen von armorial.org von Lionel Sandoz erscheint der Name insbesondere im Wappenbuch der Stadt Basel von B. Meyer Knaus (1880, Schweiz), was seine baslerische Herkunft und seine historische Entwicklung bestätigt.
✶ Heraldisch
Das Wappen der Familie REICH VON REICHENSTEIN wird wie folgt blasoniert:
„In Gold ein schwarzes Eberkopfspeer (Sauenspieß) schräg rechts gestellt.“
Es ist seit dem 13. Jahrhundert bezeugt und erscheint in schweizerischen und elsässischen Quellen.
Das goldene Feld symbolisiert den Dienstadel und die Freigebigkeit; das schwarze Lanzeneisen in Schräglinksstellung steht für die militärische und administrative Tätigkeit der Ministerialen.
Diese einfachen und alten Waffen werden von allen Linien (Inzlingen, Brombach, Biedertal) ohne nennenswerte Bruchstücke geführt.
✶ Symbolik des Wappens
Das Lanzeneisen (in älteren Quellen manchmal als „Eberkopfspeer“ oder „Sauenspieß“ beschrieben) verkörpert Tapferkeit, die Verteidigung des Territoriums und die Treue zum Lehnsherrn. Es nimmt direkten Bezug auf die Rolle der REICH VON REICHENSTEIN als Ministerialen, Vögte und Räte im Dienst der Bischöfe von Basel und der Herren des Oberrheins.
Das Schwarz (Sable) symbolisiert Beständigkeit, Umsicht und Weisheit bei der Ausübung der weltlichen und geistlichen Macht. Das Gold (Or) drückt Erhebung, Reichtum und unverbrüchliche Loyalität aus.
In Schräglinksstellung platziert, evoziert das Lanzeneisen dynamische Bewegung und aktiven Schutz und spiegelt die bewegte Geschichte der Familie zwischen elsässischen, schweizerischen und badischen Lehen wider.
Dieses schlichte und martialische Wappen verkörpert die Beständigkeit einer Linie im Dienst der Kirche und des Reiches.
✶ Biographisches zu bemerkenswerten Persönlichkeiten
Zu den herausragenden Figuren der Familie REICH VON REICHENSTEIN gehören:
Gemeinsamer Stamm:
Peter, bischöflicher Kämmerer im Jahr 1225.
Rudolf, Vogt von Basel 1262, Bürgermeister 1258 und 1262.
Heinrich, Bürgermeister 1258; seine Nachkommen bekleideten dieses Amt häufig.
Heinrich, österreichischer Rat 1455, Statthalter des österreichischen Vogts im Elsass und im Breisgau 1465.
Peter, Bruder des Vorigen, Vogt des Markgrafen von Baden in Hochberg 1453, Hypothekengläubiger in Thann und burgundischer Rat 1469.
Hans-Arnold, Sohn des Vorigen, Vogt von Laufenburg 1469, Rektor der Universität Basel 1478.
Hans (erwähnt im folgenden Zweig).
Linie Inzlingen (erloschen 1785):
Hans (Nr. 7 in manchen Genealogien).
Linie Brombach:
Georg, Vogt von Röteln 1557, von Thann 1581.
Paul-Nikolaus-Dominikus-Ignatius (1674–1744), Freiherr, Geheimer Rat der Fürstbischöfe von Konstanz und Augsburg, Hofmarschall des Bischofs von Konstanz 1715, erblicher Kämmerer des Bischofs von Basel, 1720 in den Grafenstand erhoben.
Franz-Xaver-Joseph-Anton-Nikolaus (1713–1783), Neffe des Vorigen, Hofrat des Bischofs von Basel und Stallmeister.
Joseph-Franz-Ignatius-Fridolin (1715–1775), Bruder des Vorigen, Vogt von Schliengen 1748, von Zwingen 1763.
Franz-Alexius-Sebastian (1720–1775), Domherr von Basel, Generalvikar und Offizial des Bischofs.
Johann-Heinrich-Jakob, Domherr von Basel und Prior von Istein 1671.
Hans-Diebold, bischöflicher Rat und Kämmerer 1654, Vogt des Bischofs in Birseck 1665.
Konrad-Sigismund-Joseph-Karl (1749–1819), Deutschordensritter, Komtur der Mainau 1805.
Die Familie stellte außerdem Universitätsrektoren, Domherren, Vögte und Offiziere im Dienst Österreichs, Frankreichs und der rheinischen Fürstentümer.
✶ Heraldische Quellen
Armorial Général de Rietstap (AGR).
Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz (HBLS).
Armorial de la Suisse (ARMI [T1]).
Wappen reproduziert und erforscht von Lionel Sandoz auf armorial.org.
Wappenbuch der Stadt Basel von B. Meyer Knaus (1880).
✶ Bibliographische Quellen
W. Merz, Burgen des Sissgaus.
W. Merz, Oberrheinische Stammtafeln.
OBG (Oberbadische Geschlechter).
WB (Wappenbuch).
LL (Lebensläufe).
[C. Ro.] (ergänzende elsässische und baslerische Quellen, insbesondere Oberrheinische Stammtafeln, 1869).
Paul Thürer und weitere schweizerische Beiträge.
✶ Archive
Die Hauptarchive befinden sich in den Beständen der Bischöfe von Basel (Lehen Reichenstein, Brombach und Inzlingen, Urkunden vom 13. bis 18. Jahrhundert), den Registern des Basler Domkapitels (Ämter des Kämmerers und Domherren), den Staatsarchiven von Basel (Bürgermeister und Räte), den Archiven des Kantons Basel-Stadt und des Haut-Rhin (Elsass) für die französischen Besitzungen sowie in den Beständen des Deutschen Ordens (Kommende Mainau) und den Reichsregistern für die Freiherren- (1773) und Grafentitel (1720). Siegel und Wappen finden sich in den baslerischen Kartularen und den schweizerischen heraldischen Sammlungen des 19. Jahrhunderts.
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REICH VON REICHENSTEIN
Bâle
Suisse
Armoiries :
" D'or, à un fer d'épieu de sanglier de sable posé en bande. *
- Casque couronné.
- Cimier: un lion issant d'or, couronné du même.
Sources héraldiques :
- Wappenbuch der Stadt Basel de B. Meyer Knaus, 1880.
- Armorial d'Europe par J.B. Rietstap (Gouda, 1861, 1884, 1887; Berlin, 1934, 1937).
- Armorial général J.B. Rietstap, illustré par Victor et Henri Rolland (1903-1926). Colorisé par Lionel Sandoz (1993-2002).
✶ Historique
La famille REICH VON REICHENSTEIN est une ancienne lignée de ministérials des évêques de Bâle, attestée depuis 1225 en tant que titulaire de la charge de camérier du chapitre de la cathédrale.
Auparavant, ses membres servaient comme ministérials des ducs de Meran.
Entre 1238 et 1249, l’évêque de Bâle leur remit en fief le château d’Ober-Birseck, en amont d’Arlesheim, qui prit dès lors le nom de Reichenstein.
Tombé en ruines dès le XVIe siècle, ce château demeura dans la famille jusqu’en 1803.
Au XIIIe siècle, l’évêque leur concéda également en fief Brombach, dans le Wiesental, et ils acquirent en 1405 Inzlingen, en amont de Riehen près de Bâle.
Les REICH VON REICHENSTEIN possédaient la majeure partie de leur domaine familial en Alsace.
Ils conservèrent leur berceau bâlois jusqu’en 1749. La famille se divisa vers le milieu du XVIe siècle en une branche d’Inzlingen (éteinte en 1785) et une branche de Brombach ; de cette dernière sortit, dans la seconde moitié du XVIe siècle, le rameau de Biedertal (éteint en 1795).
Le titre de barons, qu’ils prirent à la fin du XVIIe siècle, fut reconnu en France en 1773. La famille exerça de nombreuses charges au service des évêques de Bâle, des villes, des princes autrichiens et des seigneurs du Rhin supérieur.
✶ Étymologie
Le nom REICH VON REICHENSTEIN combine l’élément « Reich », issu du germanique rīki (puissant, riche) ou du latin dives (riche), avec le toponyme « von Reichenstein », désignant le château de Reichenstein (« pierre riche » ou « rocher imposant »).
Ce nom de lieu fut adopté par la famille lorsqu’elle reçut ce fief des évêques de Bâle vers 1238-1249, marquant son ancrage territorial et seigneurial.
Selon les recherches d’armorial.org de Lionel Sandoz, le nom apparaît notamment dans le Wappenbuch der Stadt Basel de B. Meyer Knaus (1880, Suisse), confirmant son origine bâloise et son évolution historique.
✶ Héraldique
Les armoiries de la famille REICH VON REICHENSTEIN se blasonnent :
" D'or, à un fer d'épieu de sanglier de sable posé en bande. *
Elles sont attestées dès le XIIIe siècle et figurent dans les sources suisses et alsaciennes.
Le champ d’or évoque la noblesse de service et la générosité ; le fer de lance de sable, posé en barre, symbolise la charge militaire et administrative exercée par les ministérials.
Ces armes simples et anciennes sont portées par toutes les branches (Inzlingen, Brombach, Biedertal) sans brisure notable.
✶ Symbolique du blason
Le fer de lance (parfois décrit comme « fer d’épieu à sanglier » dans les sources anciennes) représente la vaillance, la défense du territoire et la fidélité au suzerain, en référence directe au rôle de ministérials, baillis et conseillers des REICH VON REICHENSTEIN au service des évêques de Bâle et des seigneurs du Rhin supérieur. Le sable (noir) symbolise la constance, la prudence et la sagesse dans l’exercice du pouvoir temporel et spirituel. L’or (jaune) exprime l’élévation, la richesse et la loyauté indéfectible. Posé en barre, le fer de lance évoque le mouvement dynamique et la protection active, reflétant l’histoire mouvementée de la famille entre fiefs alsaciens, suisses et badois. Ce blason sobre et martial incarne la permanence d’une lignée au service de l’Église et de l’Empire.
✶ Biographique des personnages remarquables
Parmi les figures marquantes de la famille REICH VON REICHENSTEIN :
Tronc commun :
- Peter, camérier épiscopal en 1225.
- Rudolf, bailli de Bâle en 1262, bourgmestre en 1258 et 1262.
- Heinrich, bourgmestre en 1258 ; ses descendants remplirent souvent la même charge.
- Heinrich, conseiller autrichien en 1455, lieutenant du bailli autrichien en Alsace et dans le Brisgau en 1465.
- Peter, frère du précédent, bailli du margrave de Bade à Hochberg en 1453, créancier hypothécaire à Thann et conseiller bourguignon en 1469.
- Hans-Arnold, fils du précédent, bailli de Laufenburg en 1469, recteur de l’université de Bâle en 1478.
Hans, (mentionné dans la branche suivante).
Branche d’Inzlingen (éteinte en 1785) :
Hans (n° 7 dans certaines généalogies).
Branche de Brombach :
- Georg, bailli de Röteln en 1557, de Thann en 1581.
- Paul-Nikolaus-Dominikus-Ignatius (1674-1744), baron, conseiller intime des princes-évêques de Constance et d’Augsbourg, colonel maréchal de la cour de l’évêque de Constance en 1715, camérier héréditaire de l’évêque de Bâle, élevé au rang de comte en 1720.
- Franz-Xaver-Joseph-Anton-Nikolaus (1713-1783), neveu du précédent, conseiller aulique de l’évêque de Bâle et écuyer.
- Joseph-Franz-Ignatius-Fridolin (1715-1775), frère du précédent, bailli de Schliengen en 1748, de Zwingen en 1763.
- Franz-Alexius-Sebastian (1720-1775), chanoine de Bâle, vicaire général et official de l’évêque.
- Johann-Heinrich-Jakob, chanoine de Bâle et prieur d’Istein en 1671.
- Hans-Diebold, conseiller épiscopal et chambellan en 1654, bailli pour l’évêque à Birseck en 1665.
- Konrad-Sigismund-Joseph-Karl (1749-1819), chevalier teutonique, commandant de la Mainau en 1805.
La famille donna également des recteurs d’université, des chanoines, des baillis et des officiers au service de l’Autriche, de la France et des principautés rhénanes.
✶ Sources héraldiques
- Armorial Général de Rietstap (AGR).
- Dictionnaire Historique et Biographique Suisse (DHBS).
- Armorial de la Suisse (ARMI [T1]).
- Armoiries reproduites et étudiées par Lionel Sandoz sur armorial.org.
- Wappenbuch der Stadt Basel de B. Meyer Knaus (1880).
✶ Sources bibliographiques
- W. Merz, Burgen des Sissgaus.
- W. Merz, Oberrheinische Stammtafeln.
- OBG (Oberbadische Geschlechter).
- WB (Wappenbuch).
- LL (Lebensläufe).
[C. Ro.] (sources complémentaires alsaciennes et bâloises, notamment Oberrheinische Stammtafeln, 1869).
Paul Thürer et autres contributions suisses.
✶ Archives
Les archives principales se trouvent dans les fonds des évêques de Bâle (fiefs de Reichenstein, Brombach et Inzlingen, chartes du XIIIe au XVIIIe siècle), les registres du chapitre cathédral de Bâle (charges de camérier et chanoines), les archives d’État de Bâle (bourgmestres et conseillers), les archives du canton de Bâle-Ville et du Haut-Rhin (Alsace) pour les domaines français, ainsi que les fonds de l’Ordre Teutonique (commanderie de la Mainau) et les registres impériaux pour les titres de baron (1773) et de comte (1720). Des sceaux et armoiries figurent dans les cartulaires bâlois et les recueils héraldiques suisses du XIXe siècle.
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